Systemische Therapie

…und Hypno-systemischer Ansatz

Im Systemischen Ansatz wird jeder Mensch als ein Teil des Systems in dem er lebt, arbeitet oder sonst wie agiert, betrachtet. Das ursprünglichste System in dem jeder hineingeboren wird, ist die Familie. Jeder Mensch ist gleichzeitig Teil mehrerer Systeme: eines Arbeitsteams, einer Schulklasse, einer Mannschaft etc.

Auch der Mensch an sich mit seinem Organismus, ist ein eigenes System. Das ist im physischen Sinne gemeint – als Gesamtheit der Körperteile, Organe, Knochen etc. – sowie psychisch. Wenn man das Individuum als Summe seiner verschiedenen Gedankenwelten und Gefühlslagen betrachtet, dann bilden diese inneren Anteile oder Seiten seiner Selbst ein inneres System. Auf beide Systeme: das innere und das äußere und auf deren Wechselwirkung bezieht sich der Hypno-systemische Ansatz.

Alle Mitglieder und Teile eines Systems beeinflussen sich – meistens unbewusst und unwillkürlich – gegenseitig.

systemische supervision und Therapie

Wenn sich also die Haltung einer Person im System ein wenig verändert, bewirkt dies gleichzeitig eine Veränderung beim Partner, bei den Kindern, bei den Arbeitskollegen, im sozialen Umfeld.
Auch in inneren Erleben, entstehen entscheidende Unterschiede, wenn der Aufmerksamkeitsfokus verschoben wird, wenn eine Seite des Selbst mehr (oder weniger) Raum bekommt oder auch durch neue Gedankenimpulse.

Ein bildhaftes Beispiel dafür, wie Teile eines Systems in Wechselwirkung zueinander stehen, ist ein Mobile. Haben Sie schon einmal ein Teil eines Mobiles ganz sachte berührt? Was geschah mit den anderen Teilen?

Auch die kleinste Veränderung verursacht sicher Auswirkungen: das zeigt ein “Steinwurf” ins Wasser. Es ist faszinierend zuzusehen wie ein kleiner Impuls immer größer werdende Kreise zieht und weitaus mehr in Bewegung bringt, als nur die betroffene Stelle.

Nicht jede Veränderung ist eine Verbesserung,
aber Verbesserungen benötigen Veränderungen.

Quelle unbekannt

Die Systemische Haltung 

Der systemische Therapeut nimmt eine Haltung des Respekts, der Unvoreingenommenheit, des Interesses und der Wertschätzung dem Klienten gegenüber an. Bisherige Handlungs- und Lebensstrategien des Klienten werden als Lösungsversuche für seine Probleme betrachtet, sie werden ernst genommen und in ihrer positiven Absicht gewürdigt. Der Therapeut geht davon aus, dass der Klient bereits über die Ressourcen und die Erfahrungen, die er für seine gewünschte Veränderung benötigt, verfügt. Aufgabe des Therapeuten ist es, diese Erfahrungen zu reaktivieren und sie für aktuelle Ziele und Veränderungswünsche zu nutzen. Um einen erfolgreichen Veränderungsprozess zu gestalten werden die Auswirkungen der Veränderungen im Gespräch überprüft und ihre Bedeutung für das berufliche und familiäre Umfeld des Klienten reflektiert.

Die Systemischen Prämissen 

Einige Grundannahmen aus dem Systemsichen Ansatz:

• Jedes Verhalten macht Sinn, wenn man den Kontext kennt. 
• Jedes Verhalten hat eine sinnvolle Bedeutung für die Kohärenz des Systems.  
• Jede Eigenschaft einer Person steht im Zusammenhang mit dem Kontext. 
• Jeder scheinbare Nachteil in einem System, zeigt sich an anderer Stelle als möglicher Vorteil. 
• Es gibt nur Fähigkeiten: Probleme resultieren daraus, dass Kontext und Fähigkeit nicht optimal zueinander passen. 
• Jeder Mensch braucht Visionen: ein Ziel, was er ansteuert und gleichzeitig die Motivation, es zu erreichen.

Mein persönliches Angebot

Meine Systemische Haltung, gepaart mit meiner inzwischen langjährigen Erfahrung, steht Ihnen zur Verfügung. Ich begleite Sie in Fragen und Krisen, die sich in den verschiedenen Lebenskontexten ergeben. 

Bei allen Formen der Systemischen Therapie und Beratung gilt: so kurz wie möglich, so lange wie nötig. Je nach Anliegen können 4 bis 6 Sitzungen genügen. Zu manchen Fragen kann sich in einer einzigen Sitzung die Antwort schon entfalten oder zumindest so viel Klarheit erzielt werden, dass der Klient seine Entwicklung in dem Thema alleine vorantreiben kann. 


Ergänzende Ansätze in meiner Arbeit

Das Hypnosystemische Integrationsmodell von Gunther Schmidt habe ich schon sehr früh in meiner systemischen Karriere kennengelernt und es hat mich sofort eingenommen! Der Ansatz überzeugt durch seine wertschätzende Haltung auf Augenhöhe, er bietet sehr effektive Methoden, die für Klienten leicht verständlich und zugänglich sind. Mit dem Seitenmodell zum Beispiel, lassen sich innere Zustände und Widerstände verstehen, dadurch annehmen und verändern.

Die Psychotraumatherapie mit dem Schwerpunkt “Stressorbasierter Psychotherapie” und EMDR. Diese Methode basiert auf der bilateralen Stimulation des Gehirns mit Hilfe von geleiteten Augenbewegungen oder abwechselnder Berührung der Handrücken oder andere bilateralen Stimulationen. Durch die Wechselnde Stimulation werden belastende Erfahrungen im Gehirn verarbeitet und neu sortiert.

Das Kommunikationsmodell der Gewaltfreien Kommunikation nach M. Rosenberg und die Phyllis-Krystal-Methode kommen je nach Bedarf zum Einsatz sowie andere Techniken und Interventionen, die ich in den vielen Weiterbildungen kennengelernt habe.